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Autor Thema: Der Mathematische Durchschnitt - nicht lesen, wenn ihr Kopfweh habt! Aua..  (Gelesen 4104 mal)
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« am: April 22, 2008, 01:07:33 »

Glück ist vernachlässigbar, jetzt ist es mit einer Testreihe bewiesen - bitte mehrmals lesen  iamwithstupid

Der Mathematische Durchschnitt, oder Beim Pokern gibt es so etwas wie Glück nicht

Von Dr. Tim Lavalli

Beim Pokern gibt es so etwas wie Glück nicht. Mein Argument war und ist, dass Glück
einfach nur eine bequeme Art ist, die im Poker angewandten Mathematikgesetze zu
beschreiben.
Ein paar Leser und einige meiner Kumpels meinten: das geschieht nur, wenn du jeden Tag
spielst und 743 Jahre alt wirst.

Der Mathematische Durchschnitt ist die Tendenz jedes mathematischen Ereignisses sich
über einen längeren Zeitraum auszugleichen. Dies bedeutet nicht einfach, dass extreme
Testresultate, furchtbare Bad Beats am River oder hole in ones beim Golf selten
passieren. Wenn man es als mathematischen Durchschnittswert sieht, so macht das auch
Sinn. Golf ist ein gutes Beispiel: Wenn ich ein Handicap von 10 habe, spiele ich
durchschnittlich eine 82er Runde. Ich sollte nie bei 62 liegen, aber auf der anderen
Seite auch nie 102 spielen. 90er Runden trifft man aber schon an und gelegentlich auch
eine 74er Runde.

Vor einigen Wochen schrieb ich einen Artikel: Beim Pokern gibt es so etwas wie Glück
nicht. Mein Argument war und ist, dass Glück einfach nur eine bequeme Art ist, die im
Poker angewandten Mathematikgesetze zu beschreiben.
Ein paar Leser und einige meiner Kumpels meinten: das geschieht nur, wenn du jeden Tag
spielst und 743 Jahre alt wirst.
Lange Pechsträhnen können wie ein Mysterium erscheinen, das wir Pech oder einen
manipulierten Zufallsgenerator im Onlinespiel nennen. Mein Argument bleibt aber
bestehen: Es ist alles mathematisch und wird sich langfristig dem Durchschnittswert
angleichen.
Mir ist bewusst, dass man dies immer beweisen sollte. Somit werde ich ein kurzes
semiwissenschaftliches Experiment versuchen.

Einige meiner Pokerkumpels waren kürzlich in der Stadt um natürlich Poker zu spielen.
Nach einer kurzen Einweisung gab ich ihnen Notizzettel und bat sie aufzuschreiben, wenn
ein 2-, 3- oder 4 Outer ankam. Das Experiment war nur Postflop und nur für 2-, 3- oder 4
Outer. Ich bat sie die Ergebnisse zu notieren, egal ob das Ereignis eintrat oder nicht.
Viele Pokerspieler wissen, dass diese Ereignisse mit geringer Wahrscheinlichkeit
meistens nicht eintreten, aber das Potential dazu ist oft vorhanden. Es war nicht
einfach den Fokus aufrechtzuerhalten, um jedes Mal mitzubekommen, wenn der Glücksfaktor
nicht eintrat und die bessere Hand nicht verlieren liess. Es gab auch einige
mathematische Probleme, z.Bsp. als der 4-Outer erst am Turn kam, oder dass ein 3-outer
zu einem 11-Outer (Flushdraw) wurde. Ich habe bereits erwähnt, dass es sich hier um
halbwissenschaftliche Arbeiten handelt, oder?

Es war ein langes Weekend. Die 7 Teilnehmer spielten 71 Turniere über 5 Tage. 4 Spieler
waren sehr gewissenhaft bei ihren Notizen. 2 Spieler machten eine ordentliche Arbeit,
sie könnten es aber einige Male verpasst haben, den Nichteintritt des unwahrscheinlichen
Ereignissses zu notieren. Jeder bekam aber mit, als ein 3-Outer traf (Das kollektive Oh,
konnte man nicht überhören). Natürlich ist es schwerer, wenn 77 gegen AA verlor, und es
aufzuschreiben.

Man sieht mindestens 7 Karten (die Karten von 2 Spielern und 3 Karten am Flop).
Normalerweise hat ein 2-Outer die Wahrscheinlichkeit von 2 von 45 um am Flop zu treffen
(Mal 3, da es 3 Versuche, d.h. 3 Karten sind). Ein 3-Outer die von 3 von 45 und ein 4-
Outer 4 von 45. Zudem hat man noch je eine Chance am Turn und am River. Ausserdem haben
wir einige Fälle nicht notieren können, da der Sieger die bessere Hand hatte und der
Verlierer sie nicht zeigen wollte.

Nach dem 71. Turnier hielten wir ein weiteres Meeting ab, um eine vernünftige
Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Bad Beats zu bestimmen (FSO = Frequency of
suckout). Wir diskutierten bezüglich der Wahrscheinlichkeiten und der Genauigkeit der
Notizen. Wie oft haben wir es verpasst aufzuschreiben, dass der 4-Outer bis zum River
nicht ankam? Nachdem wir noch 2 Kaulquappen und 3 Molche hinzu gegeben haben, rührten
wir unsere Erkenntnisse um und erhielten eine Wahrscheinlichkeit von (FSO) 9% auf einen
Bad-Beat.

Unsere Wahrscheinlichkeit auf einen Bad Beat von 9% gibt an, dass sich 2-, 3- oder 4
Outer mit 9% Wahrscheinlichkeit gegen eine besser Hand bis zum River durchsetzen.

Das Ergebnis unseres Experiments.
In 2844 aufgezeichneten Ereignissen mit 2-, 3- oder 4 Outer, konnten sich 275 davon bis
zum River verbessern. Dies ist doch ein ziemlicher Beweis, dass Glück beim Pokern
vernachlässigbar ist.

swisspoker.ch/newsflashartikel2.cfm?art=News&key=268683&selid=0&parm=detail
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« am: April 22, 2008, 01:07:33 »

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DerIkeaElch
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« Antworten #1 am: September 17, 2009, 09:16:28 »

Also ich finde das ganze nicht überraschend.  Nur viele merken sich einfach fast nur jene Situationen, wo sie verlieren.  Ein gutes Beispiel sind Asse. . . selbst gegen 27o verliert man das etwa jedes achte Mal!!! Gegen QKs sogar beinahe jedes fünfte Mal!!! Dazu kommt, dass viele ihre Hand trotz Draws oder sogar (theoretisch) fertiger Straße oder Flush am Turn einfach nicht mehr aufgeben können.  Ich kenne viele Leute, die meinen, dass sie fast immer mit Assen verlieren. . . ich denke aber, dass ist alles nur subjektive Wahrnehmung, warum sollte es auch anders sein???
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