Hi there!
Ich wollte zusammen mit einigen Anfängern in meiner Gegend mal ab und zu eine kleine Pokerrunde No Limit Texas Hold'em veranstalten. Halt so wie es in der Pokerstars. de Nacht gespielt wird. Nun habe ich aber keine Lust den Neulingen die Regeln ständig selbst erklären zu müssen. Stattdessen wollte ich mir die Regeln auf nett designten Kärtchen ausdrucken und verteilen. Die Regelwerke im Netz sind für dieses Format aber einfach viel zu lang und ausführlich, weswegen ich mir das wichtigste selber möglichst knapp zusammengeschrieben habe. Dieses Regelwerk habe ich unten mal gepostet und mich interessieren nun zwei Dinge:
1. Sind die Regeln so korrekt und treffen auf die Pokerstars. de Nacht zu?
2. Sind die Regeln für einen Anfänger gut verständlich und vorallem auch EINDEUTIG beschrieben. Besonders würde mich dort eure Meinung zum Abschnitt "Einsatzvariante: No Limit" interessieren.
Danke schonmal im voraus!
No Limit Texas Hold’em Poker
Spielvorbereitung
Vorm Spielbeginn setzen die beiden Spieler links vom Geber, der durch den „Dealerbutton“ markiert wird, die zuvor festgelegten „Blinds“ (siehe auch: Rundenablauf). Der Erste links vom Geber setzt den „Small Blind“, der Zweite den „Big Blind“, der üblicherweise doppelt so viel wie der „Small Blind“ beträgt. Anschließend erhält jeder Spieler zwei verdeckte Handkarten („Hole Cards“)
Spielablauf
1. Spielvorbereitung.
2. Die erste Setzrunde.
3. Der „Flop“: Die ersten drei von fünf Gemeinschaftskarten („Community Cards“), der so genannte „Flop“, wird offen in der Mitte des Tisches ausgeteilt.
4. Die zweite Setzrunde.
5. Der „Turn“: Die vierte „Community Card“, der so genannte „Turn“, wird ausgeteilt.
6. Die dritte Setzrunde.
7. Der „River“: Die fünfte „Community Card“, der so genannte „River“ wird ausgeteilt.
8. Die vierte und letzte Setzrunde.
9. Showdown.
Nach dem Showdown, oder nachdem alle bis auf ein Spieler gepasst haben, wird der Pot verteilt und die Hand ist vorüber. Ein neues Spiel kann begonnen werden. Dazu wandert der „Dealerbutton“ einen Spieler weiter nach links.
Showdown
Haben nach der letzten Setzrunde mehr als ein Spieler noch nicht gepasst, so decken diese Spieler ihre „Hole Cards“ auf, beginnend mit dem Spieler, der zuletzt gesetzt hat - hatten alle gescheckt mit dem Spieler links vom Geber -. Der Spieler mit dem besten Texas Hold’em-Blatt (beliebige Kombination aus „Hole-„ und „Community Cards“ zu insgesamt fünf Karten) gewinnt den Pot. Besitzt ein oder mehrere andere Spieler ein gleichwertiges Blatt, wird der Pot geteilt.
Rundenablauf
Die Spieler, die noch nicht gepasst haben, setzen im Uhrzeigersinn, beginnend mit dem Spieler links vom Geber - in der ersten Runde links vom „Big Blind“ -. Der Spieler rechts vom letzten Spieler, der erhöht hat, beendet die Runde - hat niemand erhöht beendet in der ersten Runde der „Big Blind“, ansonsten derjenige rechts vom Geber -. Folgende Aktionen sind möglich:
- Passen („Fold“): Karten niederlegen und den Einsatz verlieren.
- Mitgehen („Call“): Die zuvor gemachten Einsätze/Erhöhungen halten.
- Erhöhen („Raise“): Den zuvor gemachten Einsatz halten und zusätzlich erhöhen.
- Schieben („Check“): Nicht setzen und an den nächsten Spieler weitergeben, wenn dein Einsatz bereits dem höchsten Einsätzen entspricht. (z. B. Wenn noch niemand gesetzt hat. )
- Setzen („Bet“): Einen Einsatz tätigen, wenn noch niemand zuvor gesetzt hat.
Nach jeder Runde werden die Einsätze im „Main Pot“ gesammelt (Siehe auch: „All-In Bet“).
Einsatzvariante: „No Limit“
Beim Wetten kann Jeder Betrag gesetzt werden, jedoch mit folgenden Einschränkungen: Die „Bet“ muss mindestens dem „Big Blind“ entsprechen, und bei einem „Raise“ muss die vorherige „Bet“ gehalten werden und zusätzlich mindestens um denselben Betrag erhöht werden. Wird direkt nochmal erhöht („Re-Raise“) muss der vorherige Einsatz gehalten werden und zusätzlich nochmal mindestens um dieselbe Erhöhung (Vorherige Einsatz abzüglich dem Betrag, der effektiv nur gecallt wurde. ) erhöht werden. Die einzige Ausnahme für diese Regel ist eine „All-In Bet“.
„All-In Bet“
Setzt man alle seine Chips, also seinen gesamten „Stack“, bezeichnet man das als „All-In“, was unabhängig vom Mindesteinsatz oder bereits getätigten Einsätzen immer möglich ist. So kann man auf diese Weise z. B. callen, obwohl man den Betrag für einen regulären Call nicht aufbringen kann. Setzt man beim „All-In“ mehr als für einen Call nötig wäre, wird dies als regulärer „Raise“ behandelt. Für die weiteren Runden wird für die verbliebenen Spieler zusätzlich ein „Side Pot“ gebildet. Geht man „All-In“, spielt man also nur um den „Main Pot“, währenddessen die übrigen Spieler um „Main-“ und „Side Pot“ spielen.