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Autor Thema: Pokerstars.de Nacht - Regelkunde  (Gelesen 1921 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Egleria
Gast
« am: Mai 07, 2009, 01:07:37 »

Hi there!

Ich wollte zusammen mit einigen Anfängern in meiner Gegend mal ab und zu eine kleine Pokerrunde No Limit Texas Hold'em veranstalten.  Halt so wie es in der Pokerstars. de Nacht gespielt wird.  Nun habe ich aber keine Lust den Neulingen die Regeln ständig selbst erklären zu müssen.  Stattdessen wollte ich mir die Regeln auf nett designten Kärtchen ausdrucken und verteilen.  Die Regelwerke im Netz sind für dieses Format aber einfach viel zu lang und ausführlich, weswegen ich mir das wichtigste selber möglichst knapp zusammengeschrieben habe.  Dieses Regelwerk habe ich unten mal gepostet und mich interessieren nun zwei Dinge:

1.  Sind die Regeln so korrekt und treffen auf die Pokerstars. de Nacht zu?

2.  Sind die Regeln für einen Anfänger gut verständlich und vorallem auch EINDEUTIG beschrieben.  Besonders würde mich dort eure Meinung zum Abschnitt "Einsatzvariante: No Limit" interessieren.

Danke schonmal im voraus!

Zitat
No Limit Texas Hold’em Poker

Spielvorbereitung
Vorm Spielbeginn setzen die beiden Spieler links vom Geber, der durch den „Dealerbutton“ markiert wird, die zuvor festgelegten „Blinds“ (siehe auch: Rundenablauf).  Der Erste links vom Geber setzt den „Small Blind“, der Zweite den „Big Blind“, der üblicherweise doppelt so viel wie der „Small Blind“ beträgt.  Anschließend erhält jeder Spieler zwei verdeckte Handkarten („Hole Cards“)

Spielablauf
1.    Spielvorbereitung.
2.    Die erste Setzrunde.
3.    Der „Flop“: Die ersten drei von fünf Gemeinschaftskarten („Community Cards“), der so genannte „Flop“, wird offen in der Mitte des Tisches ausgeteilt.
4.    Die zweite Setzrunde.
5.    Der „Turn“: Die vierte „Community Card“, der so genannte „Turn“, wird ausgeteilt.
6.    Die dritte Setzrunde.
7.    Der „River“: Die fünfte „Community Card“, der so genannte „River“ wird ausgeteilt.
8.    Die vierte und letzte Setzrunde.
9.    Showdown.
Nach dem Showdown, oder nachdem alle bis auf ein Spieler gepasst haben,  wird der Pot verteilt und die Hand ist vorüber.  Ein neues Spiel kann begonnen werden.  Dazu wandert der „Dealerbutton“ einen Spieler weiter nach links.

Showdown
Haben nach der letzten Setzrunde mehr als ein Spieler noch nicht gepasst, so decken diese Spieler ihre „Hole Cards“ auf, beginnend mit dem Spieler, der zuletzt gesetzt hat - hatten alle gescheckt mit dem Spieler links vom Geber -.  Der Spieler mit dem besten Texas Hold’em-Blatt (beliebige Kombination aus „Hole-„ und „Community Cards“ zu insgesamt fünf Karten) gewinnt den Pot.  Besitzt ein oder mehrere andere Spieler ein gleichwertiges Blatt, wird der Pot geteilt. 

Rundenablauf

Die Spieler, die noch nicht gepasst haben, setzen im Uhrzeigersinn, beginnend mit dem Spieler links vom Geber - in der ersten Runde links vom „Big Blind“ -.  Der Spieler rechts vom letzten Spieler, der erhöht hat, beendet die Runde - hat niemand erhöht beendet in der ersten Runde der „Big Blind“, ansonsten derjenige rechts vom Geber -.  Folgende Aktionen sind möglich:
-   Passen („Fold“): Karten niederlegen und den Einsatz verlieren.
-   Mitgehen („Call“): Die zuvor gemachten Einsätze/Erhöhungen halten.
-   Erhöhen („Raise“): Den zuvor gemachten Einsatz halten und zusätzlich erhöhen.
-   Schieben („Check“): Nicht setzen und an den nächsten Spieler weitergeben, wenn dein Einsatz bereits dem höchsten Einsätzen entspricht.  (z. B.  Wenn noch niemand gesetzt hat. )
-   Setzen („Bet“): Einen Einsatz tätigen, wenn noch niemand zuvor gesetzt hat.
Nach jeder Runde werden die Einsätze im „Main Pot“ gesammelt (Siehe auch: „All-In Bet“).

Einsatzvariante: „No Limit“
Beim Wetten kann Jeder Betrag gesetzt werden, jedoch mit folgenden Einschränkungen: Die „Bet“ muss mindestens dem „Big Blind“ entsprechen, und bei einem „Raise“ muss die vorherige „Bet“ gehalten werden und zusätzlich mindestens um denselben Betrag erhöht werden.  Wird direkt nochmal erhöht („Re-Raise“) muss der vorherige Einsatz gehalten werden und zusätzlich nochmal mindestens um dieselbe Erhöhung (Vorherige Einsatz abzüglich dem Betrag, der effektiv nur gecallt wurde. ) erhöht werden.  Die einzige Ausnahme für diese Regel ist eine „All-In Bet“.

„All-In Bet“
Setzt man alle seine Chips, also seinen gesamten „Stack“, bezeichnet man das als „All-In“, was unabhängig vom Mindesteinsatz oder bereits getätigten Einsätzen immer möglich ist.  So kann man auf diese Weise z. B.  callen, obwohl man den Betrag für einen regulären Call nicht aufbringen kann.  Setzt man beim „All-In“ mehr als für einen Call nötig wäre, wird dies als regulärer „Raise“ behandelt.  Für die weiteren Runden wird für die verbliebenen Spieler zusätzlich ein „Side Pot“ gebildet.  Geht man „All-In“, spielt man also nur um den „Main Pot“, währenddessen die übrigen Spieler um „Main-“ und „Side Pot“ spielen.
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« am: Mai 07, 2009, 01:07:37 »

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Pieti
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« Antworten #1 am: Mai 07, 2009, 03:06:39 »

Hallo!

Wie die pokerstars Regeln sind weiß ich nicht, werden aber doch hoffentlich die Standardregeln von Texas Holdem sein.

Bei den Setzrunden kannst dazuschreiben, dass sie aus maximal 3 Erhöhungen bestehen.

Beim Showdown müssen die Spieler nicht ihre Karten aufdecken, sondern nur derjenige, der das letzte raise/re-raise gemacht hat. Die anderen Spieler können dann entscheiden, ob sie ihre Karten zeigen wollen, oder nicht.

Was der Dealer machen muss hast Du nicht beschrieben. Wie ausgeteilt wird, welche verdeckt weggelegt werden usw...

Und die Rangreihenfolge der Pokerblätter fehlt.

Kannst Du aber hier ausdrucken: http://www.pokerfreunde.at/pokerforum/index.php/topic,164.0.html

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Egleria
Gast
« Antworten #2 am: Mai 07, 2009, 03:39:34 »

Danke dir Pieti für die schnelle Antwort :)

Habe deinen Kritikpunkt zum Showdown direkt mal wie folgt verbessert:
Zitat
Showdown
Haben nach der letzten Setzrunde mehr als ein Spieler noch nicht gepasst, so deckt der Spieler, der zuletzt erhöht hat, seine „Hole Cards“ auf - hatten alle gescheckt der Spieler links vom Geber -.  Die Übrigen entscheiden selbst ob sie ihre Karten zeigen.  Der Spieler mit dem besten Hold’em-Blatt (beliebige Kombination aus „Hole-„ und „Community Cards“ zu insgesamt fünf Karten) gewinnt den Pot.  Besitzt ein oder mehrere andere Spieler ein gleichwertiges Blatt, wird der Pot geteilt. 

Was die Aufgabe des Dealers angeht, habe ich das ausgespart, da ich es nicht erwähnenswert fand.  Ich werde mich da vllt irren, aber der mischt doch lediglich die Karten, teilt aus, erhöht die Blinds und überwacht das Ganze.  Dass man die Hole Cards verdeckt verteilt und die Community Cards offen, sollte eigentlich aus dem ganzen hervorgehen.  *überlegt* Gibs da denn noch was wichtiges.  Wenn ja schäme ich mich auch, aber beschäftige mich mit Texas Holdem halt auch erst seit einigen Tagen *pfeif*

Und die Regel mit den 3 Erhöhungen war mir nun ganz neu.  Woher nimmst du da dein Wissen? Habe das eben mal bei 2 freeware Programmen getestet und in der ersten Setzrunden waren 4 bis 5 Raises ohne Probleme möglich.  Vielleicht sind die auch einfach schlecht programmiert ^^
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Egleria
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« Antworten #3 am: Mai 07, 2009, 04:26:29 »

Sorry für Doppelpost, habe mich erst für diesen Beitrag registriert ^^ und Gasteinträge lassen sich ja nicht editieren. 

Ich habe mal wegen der Maximalanzahl pro Runde an Erhöhungen rechergiert.    @Pieti Kann es sein, dass du das mit Limit Texas Hold' em verwechselst? Mein Beitrag gilt nur für No Limit.    Bin auf diese Seite gestoßen: hxxp: www.  truemoneygames.  net/poker.  html?L=2

Dort steht fast ganz unten:
Zitat
Anders als beim Limit Poker gibt es bei Pot Limit und No Limit Partien keine maximale Anzahl von Erhöhungen pro Runde.  

//EDIT:
Aber solange du nicht da bist um dich zu äußern Piete.  Hier mal mein vorläufiges Ergebnis:
hxxp: www. bilder-space. de/show. php?file=08. 05u4qE57GMO4ZFUPm. gif
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Pieti
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« Antworten #4 am: Mai 08, 2009, 11:05:13 »

Naja, der Job des Dealers ist eigentlich schon recht wichtig. Und bei den Community Cards darfst Du nicht vergessen bevor Du Flop, Turn und River auflegst, jeweils die oberste Karte verdeckt zu den abgelegten Karten zu geben.

Ja das stimmt, 3 Erhöhungen sind bei Limit.

Und bei Deiner Blindstruktur würde ich irgendwann eine Ante einbauen.


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Egleria
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« Antworten #5 am: Mai 08, 2009, 11:13:00 »

KK, danke dir :)

Das mit den "Burnen" einer Karte habe ich nun weggelassen, da es ja nur dazu dient das Schummeln zu vermeiden.  Jedenfalls hatte ich das so gelesen.  Und da das Ganze für Heimpokerabende ist unter Freunden, fänd ich das ein bischen lächerlich ^^ Aber eigentlich hast ja Recht wegen der Vollständigkeit.  :P
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Pieti
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« Antworten #6 am: Mai 08, 2009, 11:23:27 »

Mit Lächerlichkeit hat das eigentlich nichts zu tun. So wird Poker gespielt, egal ob im Casino oder zuhause.

Noch ein Beispiel für ne gute Struktur. Mit 10-15-20 Blinds würde ich vl gar nicht anfangen. Sind irgendwann ein Haufen Chips die nur Platz wegnehmen. Kommt aber auch drauf an welchen Aufdruck Du auf Deinen Chips hast....

LevelMinutenAnteKl. BlindGr. Blind
130--2525
230--2550
330--50100
420--100200
52025100200
62050200400
72075300600
820100400800
9201006001.200
10202008001.600
11202001.0002.000
12203001.5003.000
13204002.0004.000
14206003.0006.000
15208004.0008.000
16201.0006.00012.000
17201.5008.00016.000
18202.00010.00020.000

 

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« Antworten #7 am: Mai 08, 2009, 11:35:44 »

Hast ja Recht, habe es nun noch dazu geschrieben :)
Was meine Chips angeht, habe ich als Anfänger mich an die Regel gehalten keine mit Aufdruck zu kaufen.   Deswegen sind die Werte für die Chips auch den Farben zugeordnet in den Blindstrukturen.   Und ein großes Dankeschön für deine Blindstruktur.   Habe meine dementsprechend angepasst.   Ante z.  B.   hatte ich total außer Acht gelassen ;)

//EDIT:
Habe das Word-Dokument mal hochgeladen.  Ist jetzt noch ohne deine Blindstruktur, da ich den Begriff "Ante" ja nicht erkläre in meinen Regelwerk, aber schon mit der Burn-Regel:
hxxp: www. dateiupload. com/files/DqYXWc57Gz. docx
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